Dr.Alina Hold

Shinergy Instructor

Jahrgang: 1981Motto: Wer weiß wofür es gut ist!
 

Alina Hold

Word Rap

aufgeben: einen Versuch ist es immer wert Gelassenheit: das schwierigste Ziel im Leben Gedanken-Chaos: wie ein wilder Affe Licht: ist Leben Glaube: an sich selbst ist wichtig Weltall: wie klein ist der Mensch in Relation dazu unerreichbar: tut manchmal gut, das Handy auszuschalten spielen: sollten Erwachsene nicht verlernen Selbstverwirklichung: ist, wenn der Mensch es erreicht, so zu sein, wie er wirklich ist Spiegel: die Augen sind der Spiegel der Seele

Alina Hold über Weiblichkeit in der Kampfkunst und den Willen zum Glück

Wie bist du zu Shinergy gekommen?

Durch meinen Bruder Lukas. Die Atmosphäre im damaligen Taekwondo-Verein von Ronny hat mir sehr gut gefallen. Ich war begeistert von dem Zusammengehörigkeitsgefühl und dem Respekt voreinander.

Was verbindet dich mit Shinergy?

Shinergy ist zu einem wichtigen Teil meines Lebens geworden. Die Philosophie des Zen Buddhismus, die vermittelt wird, kann ich gut auf das täglichen Leben übertragen. Durch die Konzentration auf das Hier und Jetzt ist jeder Moment schätzenswert geworden. Außerdem sind sehr viele nette Leute dabei und für Neuanfänger werden keine Barrieren geschaffen. Shinergy ist für jeden zugänglich und anwendbar. Es wird einem das Gefühl gegeben, dass jeder aus sich etwas machen kann.

Was unterscheidet Shinergy von anderen Kampfsportarten?

Shinergy basiert nicht auf einem starren Konzept. Es wird darauf geachtet, dass jeder die verschiedenen Techniken individuell erfahren und variieren kann. Außerdem ist Shinergy modern. Das Zentrum spiegelt das ganz gut wieder: Es ist offen, hell und frei, im Gegensatz zu den dunklen Kellerräumen, in denen andere Kampfsportvereine oft untergebracht sind.

Wie lässt sich Shinergy auf den Alltag übertragen?

Zum einen lernt man, sich zu verteidigen und auch anzugreifen, wenn es darauf ankommt. Zum anderen lernt man, Gelassenheit zu bewahren, nicht voraus zu denken, sondern zu handeln.

Du bezeichnest dich als Kriegerin. Heißt das, du bist eine Befürworterin des Krieges?

Nein. Krieger zu sein heißt, das Leben zu meistern. Und es heißt auch, seinen Schatten zu kennen. Jeder Mensch hat auch aggressive, gewaltvolle Seiten. Erst wer lernt, mit Gewalt umzugehen, kann sie auch vermeiden.

Dürfen Krieger weinen?

Ja. Es ist wichtig, Emotionen zu zeigen. Das "Hineinfressen" von Gefühlen macht nur krank. Und außerdem: Wenn es ein Lachen gibt, muss es auch ein Weinen geben.

Ist das Krieger-Image nicht bloß ein Schutzpanzer um einen sehr weichen Kern?

Der weiche Kern ist ganz sicher ein Teil von mir. Am Anfang hat mich das Gefühl des Ausgeliefertseins beim Kämfen oft zum Weinen gebracht. Indem ich meine Schwäche erkannt und akzeptiert habe, anstatt sie zu verleugnen, konnte ich dieses Gefühl überwinden. Damit wird eigentlich klar, dass der Weg des Kriegers nicht nur dem äußeren Schutz dient, sondern dabei hilft, innere Stärke zu entwickeln.

Am Anfang eines Kampfes steht der Wille zum Sieg. Stimmst du dem zu?

Der Sieg treibt sicher an. Im Training steht allerdings etwas anderes im Vordergrund, nämlich zu lernen und auf die eigenen Schwächen hingewiesen zu werden.
 

Nehmen dich deine männlichen Kollegen beim Sparring ernst?

Ja! Ich habe aber doch den Eindruck, dass sie sich manchmal einen männlichen Gegner wünschen, an dem sie sich messen können.

Du machst auch Vollkontakt-Sparring. Bist du trotzdem weiblich?

Ja, für mich ist das kein Gegensatz. Ich finde es gut, eine Männerdomäne zu durchbrechen, ich möchte aber deshalb kein Mann sein. Im Gegenteil: Ich bin mir immer bewusst, eine Frau zu sein.

Ist Kämpfen sexy?

Das Kämpfen an sich, finde ich, hat nichts damit zu tun. Aber Körperbeherrschung und Körperbetonung können sehr wohl als sexy empfunden werden.
 

Bist du ein Sieger-Typ?

Ich habe schon den Eindruck, erfolgreich zu sein. Allerdings klingt "Siegertyp" sehr eingebildet und überheblich. Tatsache ist, man kann nicht immer Sieger sein.

Wovor hast du Schiss?

Vor Hunden manchmal.

Der Stärkere gewinnt. Ein Lebensmotto, an das du glaubst?

Stärke heißt für mich auch, jemand anderen einmal stärker sein zu lassen. In diesem Sinn glaube ich schon, dass der Stärkere gewinnt.
 

Kannst du fliegen?

Ja, in meinen Träumen!

Was siehst du als größte Herausforderung im Leben?

Jede Situation ruhig und gelassen zu meistern, auch in schweren Zeiten sich den Dingen zu stellen anstatt ihnen auszuweichen.

Was sind deine wichtigsten Ziele im Leben?

Glücklich zu sein. Dass jeder Tag was Gutes hat und kein Tag wirklich schlecht ist.

Was waren deine größten Erfolge?

Ein großer Erfolg für mich war sicher Shinergy-Trainerin zu werden. Aber im Grunde finde ich, sind es mehr die kleinen Erfolge, die man schätzen lernen sollte. Wenn ich durch Niederlagen wachse, ist das für mich auch ein Erfolg.
 

Hast du so etwas wie ein Lebensmotto?

Wer weiß, wofür's gut ist. Im Sinne von: Alles Negative hat auch etwas Positives.

Wenn ich mal nicht alles perfekt machen kann ...

dann muss ich mich damit zufrieden geben und versuchen, es das nächste Mal besser zu machen.

Mutig sein bedeutet ..

sich mit Gefahren und unangenehmen Situationen zu konfrontieren.

Erleuchtung ist ...

den Durchblick zu erlangen. Vielleicht sogar schon in diesem Leben.

Die wichtigsten Säulen in meinem Leben sind ...

Liebe, glücklich sein, lachen können.

Zum Erfolgreich-sein braucht es ...

einen starken Willen haben.

Schmerz empfinde ich, wenn ..

wenn ich mich verletzt habe.

Mein idealer Gegner ...

bin ich selbst.

Geld brauche ich, um ..

zu existieren.

Wenn ich mich schwach fühle ...

suche ich Geborgenheit.

Pure Lebensfreude empfand ich zuletzt ...

als ich meine Pathologie-Prüfung geschafft habe.