|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Tribute to a Champion: Hans Hwesta- Kämpfer mit Herz und Verstand(Archivierte Meldung vom 06.10.2005)
Als ich mich im Jahre 1992 dazu entschloss Kampfkunst zu unterrichten , konnte ich die erste Trainingseinheit kaum erwarten.
In einem kleinen Trainingsraum im 10. Bezirk fanden sich etwa fünf Interessierte ein. Bereits in der ersten Stunde war ich von einem Teilnehmer fasziniert der sich als "Hans" vorstellte. Obwohl er bereits einige grundlegende Techniken gekonnt vorführte, war meine Aufmerksamkeit vielmehr von seiner inneren Ruhe, Bescheidenheit und Herzlichkeit gefesselt. Im Laufe der Jahre unterrichtete ich viele Menschen - einige trainierten sehr intensiv- andere kamen nur selten, manche blieben nur kurz, andere durfte ich über Jahre begleiten - Hans jedoch war immer da. Regelmäßig - meist zwei mal im Laufe der Woche trainierten wir gemeinsam und es entwickelte sich eine Freundschaft, die im Laufe der Jahre unverändert von gegenseitigem Respekt gekennzeichnet war. Hans war einige Jahre älter als ich, beruflich sehr engagiert und entwickelte sich zu einem gefragten Software Experten. Beruf, Training und eine Familie mit einem heute 19-jährigen Sohn - ich staunte immer wie Hans alles unter einen Hut brachte. Später übersiedelten wir in meine erste Kampfkunstschule im 6. Bezirk. es entstand eine Bewegung, die viel später verstaubte Konzepte tradierter Kampfkunst revolutionieren sollte . Turniere, Erfolge - Krisen und Tiefschläge - Freunschaften und Trennungen - es ging drunter und drüber - Hans jedoch war immer da. Aufgrund der Regelmäßigkeit und des jahrelangen Trainings entwickelte sich Hans zu einem herausragenden Techniker. Was blieb war seine Ruhe und seine Bescheidenheit. Letztes Jahr absolvierte Hans die Ausbildung zum Shinergy Instruktor und unterrichtet seither selbst Kurse in Wien und Mödling. Im Zuge der Vorbereitung zu seinem 40. Geburtstag entstand die Idee sich dem sportlichen Wettkampf zu widmen um auch diesen Bereich der Kampfkunst persönlich zu erfahren. Das Training wurde nach einem speziellen Trainingsplan intensiviert und Hans arbeitete sich zur Form seines Lebens hoch. Nur wenige , auch deutlich jüngere Kämpfer können auf eine solch variantenreiche und gestochen scharfe Technik vertrauen - vom durchtrainierten Körper ganz zu schweigen. Die ersten Turniere verliefen ganz gut, obwohl sich Hans oftmals erfahrenen Gegnern geschlagen geben musste. In höchster Bescheidenheit wurden Ergebnisse analysiert - es blieb die Liebe zur Kampfkunst. Als im Finale des Taekwondo World Cups 2005 der Sieger feststand, hat auch der Geist des friedvollen Kriegers gewonnen. Ein herausragender Kämpfer voller Bescheidenheit und ein verläßlicher Freund, der die Philosophie der Kampfkunst auch im Alltag lebt. Danke Hans! Ronny |
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||