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Das Shinergy® TeamAlbert Wazek - Shinergy Advanced Instructor - im Interview![]() Warum bist du nicht Karate-Trainer geworden? Einerseits war es nicht mein Ziel, Trainer zu werden. Andererseits unterliegen andere Kampfkünste einem sehr starren System. Als Shinergy-Trainer habe ich, ebenso wie alle Trainierenden auch, die Möglichkeit, Shinergy mit zu gestalten. Was ist Shinergy für dich? Ich habe mit Ballett begonnen, Shinergy war die Weiterführung meiner sportlichen Tätigkeit. Grundsätzlich ist Shinergy für mich eine optimale Trainingsmethode für Körper und Geist. Ich sehe Kampfkunst als Kunstform im engeren Sinn. Steht der Künstler Albert Wazek nicht im Widerspruch zum Krieger? Was bei Shinergy unter Kampf verstanden wird, habe ich in der Kunst genauso. Jedes künstlerische Ergebnis ist ein Spiegel von mir selbst, eine Konfrontation mit meiner Person. Deshalb ergänzen sich die beiden Dinge wechselseitig. Als Künstler muss man doch auch ein bisschen egozentrisch sein. Wie lässt sich das mit dem Shinergy-Prinzip vereinbaren, den eigenen Ich-Wahn zu überwinden? Ich sehe auch hier wieder Parallelen. Im Kampf lernt man sich selbst und seine Grenzen kennen. Wer stark ist, braucht nicht laut zu sein. In der Kunst ist es ganz ähnlich, es gibt zur Zeit einen starken Trend weg vom Personenkult. Junge Künstler sind sehr rückbesinnend, sie signieren ihre Bilder nicht mehr. Die Arbeit soll bekannt sein, nicht der Künstler. Picasso würde heute seine Bilder auch nicht mehr signieren. Ist das Krieger-Image nicht bloß ein Schutzpanzer um einen sehr weichen Kern? Es ist kein Image. Ein weicher Kern braucht einen Schutzpanzer, das ist auch in der Natur so. Innen weich, außen hart. Man braucht weder das eine noch das andere verstecken. Worin bist du besser: im Gewinnen oder im Verlieren? Gewinnen und Verlieren hält sich die Waage. Eine Niederlage ist immer ein Dazulernen. Um gewinnen zu können, muss ich Rückschläge hinnehmen. Man kann nicht gewinnen, ohne jemals verloren zu haben. Mit jeder Niederlage kommt man dem Sieg einen Schritt näher. Ist Shinergy so etwas wie eine Religion für dich? Shinergy ist keine Sekte. Es gibt Ansätze aus verschiedenen Philosophien, Kampfkünsten, aus der Sportmedizin, usw. Manche der Botschaften sind Teil von Religionen, aber Shinergy ist mehr eine Lebensphilosophie. Am Anfang eines Kampfes steht der Wille zum Sieg. Stimmst du dem zu? Ja, das ist der Motor, der entwicklungsfähig macht. Der Sieg muss das Ziel sein. Bist du ein Sieger-Typ? Zu 99 Prozent, ja. Der Stärkere gewinnt. Ein Lebensmotto, an das du glaubst? Das ist ganz sicher so, aber Stärke kann es in allen Variationen geben. Sich zu stärken ist ja auch Ziel des Trainings, wobei Stärke nicht gleich Muskelkraft ist. Ist Kämpfen sexy? "Sexy" ist ein komisches Wort. Mit dem Wort "erotisch" kann ich mehr anfangen. Sexy ist eine Verniedlichung von Erotik, was nicht zum Kämpfen passt. Sind Frauen, die Vollkontakt-Sparring machen trotzdem weiblich? Das ist für mich kein Widerspruch. Mit Intelligenz der Muskelkraft was entgegenzusetzen ist schließlich das Prinzip beim Kämpfen. Wirklich gute männliche Kämpfer haben oft etwas Weibliches. Dürfen Krieger weinen? Sie müssen weinen, da es ein Grundprinzip von Shinergy ist, die eigenen Schattenseiten nicht zu unterdrücken, sondern zu akzeptieren. Wovor hast du Schiss? Vor Tom. Habe manchmal Angst davor, in dieses Spiegelbild zu schauen. Kannst du fliegen? Nicht wie ein Vogel. Eine esoterische Tante hat mir mal gesagt, ich sei irdisch ungebunden, das heißt, demnach kann ich fliegen. Aber das Fliegen ist nie so ein großer Traum von mir gewesen. Ich habe Höhenangst. Was waren deine bisher größten Erfolge im Leben? Dass ich mir die Fähigkeit erhalten habe, mich weiter zu entwickeln, sehe ich als persönlichen Erfolg. Ebenso, wenn ich Ziele übertreffe, wie es in der Malerei oft der Fall ist. Da entsteht dann etwas, das man in der Form noch nicht erreicht oder gekannt hat. Was siehst du als größte Herausforderung im Leben? Eine partnerschaftliche Beziehung für's Leben. Was sind deine wichtigsten Ziele? Das Ziel ist nicht punktuell irgendwo und irgendwann zu finden, sondern im Hier und Jetzt. Hast du ein Vorbild? Ich habe viele. Charly Chaplin zum Beispiel. Das war einer, der alles konnte, und der etwas Wesentliches zu sagen hatte. Hast du so etwas wie ein Lebensmotto? Bewusst leben und das untersuchen, was mich stört. Mutig sein heißt ... sich mit sich selbst konfrontieren. Erleuchtung ist ... innerer Friede. Wahrheit ist ... ein Mosaik. Zum Erfolgreich-sein braucht es ... Konsequenz, Wille und Mut. Schmerz empfinde ich, ... bei Verlust. Mein idealer Gegner ist ... ein Grizzly-Bär. Geld brauche ich, um ... Projekte zu verwirklichen und einen bestimmten Lebensstandard zu halten. Ich träume davon ... der größte Künstler der Jahrtausendwende zu sein. Wenn ich mich schwach fühle ... komme ich trotzdem ins Training. Pure Lebensfreude empfand ich zuletzt ... vergangenen Sonntag. |
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