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Das Shinergy® TeamLukas Hold - Shinergy Master Instructor - im Interview![]() Wie bist du zu Shinergy gekommen? Dass ich Kampfsport machen will, war für mich schon immer klar. Ich habe mit fünf Jahren mit Judo begonnen, wollte aber später etwas Neues kennen lernen, das mir mehr entsprach. Als ich per Zufall im Innenhof des alten Trainingszentrums Hwarang in der Mariahilfer Straße gelandet war, hab' ich gewusst: Hier bleibe ich. Was verbindet dich mit Shinergy? Shinergy lässt viel Raum für einen selbst. Nicht nur der Körper wird trainiert, sondern auch der Geist. Shinergy bietet auch eine Philosophie, die mir bei der Entwicklung meiner Persönlichkeit sehr geholfen hat. Was unterscheidet Shinergy von anderen Kampfsportarten? Shinergy ist für jede Veränderung und Erweiterung offen. Ziel ist es nicht, Techniken stur einzuschleifen, sondern bewusst zu variieren und der Situation entsprechend einzusetzen. Im Kampf ist keine Situation wie die andere. Lässt sich die Kampfkunst auf den Alltag übertragen? Ja, vor allem für Konfliktsituationen im täglichen Leben lässt sich sehr viel lernen. Man explodiert nicht so schnell, hat sich selbst besser im Griff und agiert überlegter. Du widmest einen großen Teil deines Lebens einer kriegerischen Sportart. Heißt das, du bist ein Befürworter des Krieges? Nein, aber wer den Krieg nicht kennt, kann sich nicht bewusst für den Frieden entscheiden. Kampfsport ist wie Krieg in einer homöopathischen Dosis. Viele sehen Kampfsport als Verherrlichung von Gewalt. Was hältst du dagegen? Ich war noch nie in eine Schlägerei verwickelt. Ich denke, das wäre anders, wenn ich noch nie Kampfsport gemacht hätte. Shinergy hat mich gelehrt, Konflikte anders zu lösen. Was empfindest du, wenn du einen Kampf gewinnst? Erleichterung. Denn bei jedem Kampf spielt auch eine gewisse Angst mit, verletzt zu werden oder zu versagen. Was empfindest du nach einem verlorenen Kampf? Wenn ich weiß, dass ich mein Möglichstes gegeben habe, kann ich damit leben. Natürlich schwingt auch etwas Enttäuschung mit, aber kein destruktives Gefühl, sondern Ansporn, mehr an mir zu arbeiten. Aus Niederlagen lernt man mehr als aus Siegen. Was machst du, wenn der Gegner bei einem Trainingskampf aggressiv wird? Ich weise ihn zurecht oder erkundige mich, ob er Leicht- oder Vollkontakt kämpfen möchte. Meist stört einem am Gegner das, was man an sich selbst nicht mag. Durch den Gegner kann man seine eigenen Schwächen erkennen. Der Gegner ist wie ein Spiegel. Wirst du selbst auch manchmal aggressiv beim Sparring? Ja, das kann passieren. Dann entschuldige ich mich beim Gegner oder setze eine Runde aus, um mich zu beruhigen. Das hat natürlich aus etwas mit Erfahrung zu tun. Mit der Zeit lernt man, sich besser im Griff zu haben. Am Anfang eines Kampfes steht der Wille zum Sieg. Stimmst du dem zu? Ja. Ohne den Willen zum Sieg kann man beim Kämpfen nicht alles geben. Aber es geht um viel mehr als das. Im Kampf zeigt sich der wahre Charakter, man lernt sich selbst kennen. Kämpfst du, um Aggressionen abzubauen? Nein, wenn ich beim Sparring aggressiv bin, kassiere ich mehr Schläge und Treffer, wie wenn ich ruhig und konzentriert bin. Siehst du dich als Sieger-Typ? Ich mag den Ausdruck "Sieger-Typ" nicht, das klingt so nach "ich schaffe alles beim ersten Mal". Aber ich sehe mich schon als Typ, der das erreicht, was er sich zum Ziel setzt. Ist Kämpfen sexy? Frauen beim Schlamm-Catchen schon... Scherz! Aber Körperbeherrschung und kraftvolle Bewegung können sehr wohl sexy sein. Ist das Kämpfen nicht eine übertriebene Zurschaustellung von Männlichkeit? Es gibt sicher Männer, die sich damit präsentieren wollen. Wer aber aus einem Kampf lernen will und sich selbst erkennen möchte, zieht keine Show ab. Dürfen Krieger weinen? Ja, natürlich. Als Kind bekam ich oft den Spruch "ein Indianer kennt keinen Schmerz" zu hören. Das ist eine urblöde Aussage. Ein Krieger darf genauso seine Emotionen leben, wie jeder andere auch. Er muss nur damit umgehen können. Kannst du fliegen? In den richtigen Situationen ja. Der Stärkere gewinnt. Ein Lebensmotto, an das du glaubst? Gewinner ist der, der den Sieg verdient, egal ob er der Stärkere oder Schwächere ist. Ist das Krieger-Image nicht bloß ein Schutzpanzer um einen sehr weichen Kern? Jeder hat einen weichen Kern. In Konfliktsituationen zählt die Stärke der Persönlichkeit, ein Schutzpanzer, der nur eine Hülle ist, bringt einen nicht weiter. Was siehst du als größte Herausforderung im Leben? Meinen eigenen Weg gehen, meine Träume verwirklichen und trotz diverser Rückschläge niemals aufgeben. Was sind deine wichtigsten Ziele im Leben? Ziele änderen sich natürlich. Derzeit ist mein größtes Ziel, mein Studium fertig zu machen und beruflich erfolgreich zu sein. Erfolgreich sein heißt für mich, an dem, was ich mache, Spaß zu haben und dabei selbstbestimmt zu leben. Erleuchtung ist ... seine Ziele zu kennen, aber auch zu wissen, wo man jetzt steht. Die wichtigsten Säulen in meinem Leben sind ... Familie, Freunde, Träume und Sport. Schmerz empfinde ich, wenn ... ich von einem geliebten Menschen verletzt werde. Mein idealer Gegner ... bin ich selbst. Geld brauche ich, um ... meinen eigenen Weg beschreiten zu können. Ich träume davon, ... mein Studium erfolgreich abzuschließen und dabei das Leben zu genießen. Wenn ich mich schwach fühle, ... umgebe ich mich mit Freunden. Pure Lebensfreude empfand ich zuletzt... nach der Matura, als ein neuer Lebensabschnitt begann. |
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